31 Oktober, 2009

working on it, working on it.

ZEIT: Jetzt sind Sie selbst Gegenstand eines Festivals, der Viennale. Ein Dutzend Ihrer Filme wird gezeigt. Fühlen Sie sich als Schauspielerin gespiegelt?

Swinton: Es ist so, als ob irgendwo am Montmartre ein Straßenmaler eine Karikatur von dir anfertigt. Und du fragst dich: "Sieht mir das irgendwie ähnlich?" Ja, diese Liste sieht mir ähnlich. Aber wenn man sie aus zu großer Nähe anschaut, fühlt sich das seltsam an. Neulich dachte ich, dass man bei so einem tribute nur die Fantasiefilme zeigen sollte, die man nie gemacht hat.


suite ....

.


09 Oktober, 2009

von da draussen

"von der Straße aus das spontane Handy-Telefonat, in dem Du mich erkennst, wie ich oft bin, unfertig, ungerecht, unfair und ungläubig, und wie ich alles zugestehe und behaupte, dass Liebe auch so ist, ganz anders, als es auf den Postkarten und Handtüchern steht, ganz anders: unfair und unvollkommen und ohne Gerechtigkeit, dass sie ein Zittern ist und ein Aufbäumen und Menschen von ihrem Weg abbringt und hungern lässt und idiotisch klein macht, dass sie jedes Wort heiligt und jedes Wort entweiht, Lust und Peinlichkeit und Stolz und Reue und Nicht-Anders-Gekonnt-Haben, ein Schrei in Deinem Schoß und ein Schrei in der Nacht, eine Sache auf Leben und Tod, die Geschichte, die wir erledigen müssen.
Dass es das halbe Herz herausreißt, wenn man sich verabschiedet, und man die andere pochende Hälfte hinterherwirft und sich kalt macht, sich abtötet, um nicht zu leiden, dass man den Zusammenbruch sieht ohne Verständnis, für nichts und niemand, nicht mal für sich selbst; kein Gott, der den Mund verschließt, kein Gott, der seine Hand hinhält und den Biss abfängt, das Gift unschädlich macht, ach, hätte ich doch sagen können, ach, hätte ich doch sprechen können, als ich mit Dir geredet habe, ach, hätte ich doch schweigen können.
Es ist ein viel zu rascher Wechsel zwischen jauchzendem Berg und himmeltiefem Tal, und da brennt es und die Versprechen waren so anders, ich weiß es, und es ist manchmal so schwer, die Wunden zu lecken, die man dem Geliebten geschlagen hat, es gibt keine satte Stille und trotzdem ist alles bunt, es ist alles eben so, alles ist es, nur nicht flach und lieblich.
in fetters and chains"

via passe.par.tout


05 Oktober, 2009

02 Oktober, 2009

hazard

"Vous pensez que c’est vous qui faites advenir les choses, comme le fait croire la psychanalyse, mais c’est faux. Dans la vie, tout n’est qu’une question de chance : un matin vous tournez au coin de la rue et vous rencontrez la personne qui va gâcher les six prochaines années de votre vie. Si vous aviez été dans l’autre sens, vous auriez rencontré celle qui vous aurait rendu heureux. La seule chose que vous puissiez contrôler, c’est votre travail. Je n’ai pu contrôler que l’écriture."  (Philip Roth)
.